Clearing für Mediation
und konsensuale Verfahren
München
Lade Karte ...

Veranstaltung

Titel
Spezialisierung Familienmediation 2020

Wann
01.05.2020 - 02.05.2020
09:30 - 18:30

Wo
Akademie Perspektivenwechsel

Kategorie(n)
Fortbildungen


Beschreibung

Familienmediation

Bis weit in die 90er Jahre verbanden sehr viele Menschen mit dem Begriff Mediation ausschließlich Scheidungsmediation – doch die Anwendungsgebiete sind sehr vielfältig.

Der zweimodulige Vertiefungskurs sensibilisiert MediatorInnen für das weite Feld der Familienmediation und die damit verbundenen Anforderungen. Sinnvoll zusammengestellte Co-Mediationsteams mit Felderfahrung aus den unterschiedlicheBereichen und einer systemischen Grundhaltung ermöglichen eine qualifizierte Mediationstätigkeit.

 

Leitung: Lisa Waas
Lisa Waas wurde Mitte der 90er Jahre als Familienmediatorin nach BAFM-Richtlinien ausgebildet. Seit über 20 Jahren ist sie als Mediatorin, Supervisorin (SVM) und Coachin tätig.
Seit 1998 bildet sie im deutschsprachigen Raum MediatorInnen aus und leitet die Akademie Perspektivenwechsel.
In der Schweiz und an der Universität in Liechtenstein bildete sie mehrere Jahre FamilienmediatorInnen aus. Die unzähligen Anwendungsmöglichkeiten der erweiterten Familienmediation ins gesellschaftliche Bewusstsein zu bringen ist ihr ein Herzensanliegen.

 

— Modul 1
Mediation bei Paarkonflikten, Trennung und Scheidung
(01. – 02. Mai 2020)

Die Konfliktdynamik einer Trennungsfamilie ist geprägt von massiven Verstrickungen auf der Beziehungsebene der Beteiligten und konträren Positionen zu den Sachthemen. Die Mediation von Trennungs- und Scheidungskonflikten muss beiden Bereichen gerecht werden: den Gefühlen und dem Geld.
In diesen speziellen Konflikten sind MediatorInnen gefordert, Beziehungen neu zu organisieren: die Klienten in ihren Rollen als Paar zu trennen und in ihren Rollen als Eltern zu binden sowie das Leben der Kinder in zwei elterlichen Haushalten und damit in zwei unterschiedlichen Lebenskulturen zu gestalten u.v.a.m.

Immer wieder geht es darum, Gefühle und Denkgewohnheiten aus der Vergangenheit umzuwandeln in neue Lebensentwürfe für die Zukunft.

Um diesen besonderen Herausforderungen gerecht zu werden, werden wir das bislang bekannte Phasenmodell der Mediation und die innere Haltung um neue Sichtweisen und Praxistipps bereichern. Modelle interdisziplinärer Co-Mediation werden vorgestellt und geübt.

Auch empfohlen für nicht familiäre Konflikte, z.B. in der Wirtschaft, Arbeitsplatz u.a., die hoch emotional oder hoch eskaliert sind. Die hier vorgestellte Arbeitsweise ist entwickelt worden in der Arbeit mit Trennungsfamilien. Sie kann aber in Haltung und Methode übernommen werden für alle Konflikte, die auf der Sachebene tragfähige Entscheidungen erfordern. Das gilt auch für Konflikte mit Parteien, die zum Zeitpunkt der Verhandlungen emotional sehr belastet sind vom Konflikt oder seinen Wirkungen im System.

1. Konflikte in bestehenden Partnerschaften

• Vereinbarkeit von Familie und Beruf
• Interkulturalität in Familiensystemen

2. Reflexion prägender Referenzerfahrungen mit Trennung und Scheidung

• Professionelle Erfahrungen in der Arbeit mit Trennungsfamilien
• Selbsterfahrung mit Trennung und Scheidung in der Herkunfts- und Eigenfamilie
• Prägende Grundannahmen zu Trennung und Scheidung bezogen auf den Paarkonflikt, Elternschaft, Kinder

3. „Klassische“ Themen der Scheidungsmediation

• Umgangs- und Sorgerecht für minderjährige Kinder
• Unterhalt
• Vermögensaufteilung

4. Phasen im Trennungs- und Scheidungsprozess

• Ambivalenz, Trennung des Familiensystems
• Trauerphasen
• Nachscheidungsphase, Single-Eltern, Ressource Großeltern

5. Kinder in der Mediation

• Sinn und Ziel der Einbeziehung von Kindern in den Mediationsprozess
• Das Kinderinterview

_______________________________________________________________

— Modul 2
Mediation bei Konflikten zwischen Generationen
(21. – 22. Mai 2020)


1. Eltern – Heranwachsende
Familien befinden sich bei diesem Veränderungsprozess häufig im Strudel von Leistungsanforderungen (Schule) und persönlichen Rollenveränderungen (Individuation und Ablösung)

2. Patchwork-Familien
Hier treffen sehr häufig sehr unterschiedliche Familienkulturen aufeinander.

3. Regelungsbedürftige „Tabuthemen“:
• Erbschaft
• Pflege
Spätestens bei Eintritt der Eltern in die „3. Lebensphase“ sollte die Familie gemeinsam vorsorglich verbindliche Absprachen treffen.

4. Unternehmensnachfolge
Im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit und familiären Verbindungen / Verstrickungen bietet Mediation einen sicheren gemeinsamen Entwicklungsweg.

_______________________________________________________________

Optionale Supervisionstermine 2020:
11. Juli | 10. Oktober | 14. November

Weitere Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden finden Sie hier.

Veranstaltungsort

Akademie Perspektivenwechsel
Isabellastr. 33 Rgb
80796 München
Deutschland